Schützengilde Sandkuhle e.V.

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Die Geschichte der Jungschützenkompanie

Vorwort

Junge Leute “ Jungschützen “ waren auch schon 1934, bei der Gründung der Schützengilde Lippweg, im Verein und marschierten auch mit. Doch in den Jahren vor dem Krieg traute sich niemand, eine Jungschützenkompanie zu gründen.


1949

Zur ersten Versammlung nach dem Kriege hatte Bernhard Reinkemeier alle Schützen am 27.Juli 1949 nach Beuckmann`s eingeladen. Zu dieser Versammlung waren zahlreiche Schützen, unter ihnen auch einige “Jungschützen” erschienen. Auf dieser Versammlung wurde dann der Beschluss gefasst, daß ab Schützenfest 1949 auch die Jungschützen eine eigene Kompanie stellen würden. Noch war man sich nicht sicher, ob dieser Gedanke auch in die Tag umgesetzt werden konnte. Doch man belehrte “Die Älteren” eines Besseren.

Als dann das 1. Nachkriegsschützenfest am 04. September 1949 bei Bonsel`s in der Scheune gefeiert wurde, traten neben der I. und der II. Kompanie auch die Jungschützen mit einer eigenen Kompanie an.

Hier die Namen der ersten Jungschützen in der Geschichte des Schützenvereins Lippweg in Beckum:

Anton Brockamp, Fritz Henkemeier, Fritz Pöpsel, Alfons Reinkemeier, Tonius Reinkemeier, Willi Reinkemeier, Bernhard Schlieper

Das die Gründung der Jungschützenkompanie genau geplant war, ist auch daraus ersichtlich, das bereits im Jahre 1949 ein König - Hampelmannskönig - gekürt werden konnte. Genau wie die Altschützen, welche mit Steinen und anderen Wurfgeschossen versuchten den Vogel von der Stange zu holen, taten es ihnen die Jungschützen gleich, um ihren Hampelmann von der Stange zu holen.

Den besten Schuss “ Wurf “ hatte letztlich

Fritz Pöpsel.

Er war der beste “Werfer” und sicherte sich somit die Hampelmannswürde des Jahres 1949.

gründer

Das Bild zeigt die ersten Jungschützen in der Geschichte der Schützengilde Lippweg. Stehend von links: Bernhard Schlieper, Alfons Reinkemeier, Anton Brockamp, u. Willi Reinkemeier, davor kniend von links: Fritz Henkemeier, Fritz Pöpsel u. Tonius Reinkemeier. Die Kiebitze im Hintergrund gehörten noch nicht zu den Jungschützen


1950

Im Jahre 1950 bestand die Jungschützenkompanie bereits aus 11 Jungschützen. Aber genau wie im Jahre zuvor, so wurde auch noch in diesem Jahr ohne Offiziere marschiert. Dieses sollte sich jedoch bald ändern.

Ein Neuzugang vom Lippweg,

Günter Götte,

konnte mit einem gezielten “Wurf” den Hampelmann von der Stange holen und sich die Würde des Hampelmannskönigs 1950 sichern.


1951

Das Jahr 1951 sollte für die Jungschützen, genau wie für den gesamten Verein, von großer Bedeutung werden. Der Verein hieß ja nicht mehr Schützenverein Lippweg sonder durch die Hinzunahme der Heddigermarkstr. von nun an Schützengilde Sandkuhle. Ebenfalls wurde das Schützenfest von nun an auf Schrulles-Eiswiese an der unteren Heddigermarkstr. gefeiert.

Da sich soviel geändert hatte, musste sich auch etwas bei den Jungschützen ändern.

Die Jungschützen waren mittlerweile 20 Personen stark und so war es auch fast selbstverständlich, dass auch die Jungschützenkompanie ihren Offizier bekamen. Erster Hauptmann in der Geschichte der Schützengilde wurde dann Heinz Großecosmann jun..

Und wieder waren dann alle von der Aktivität der Jungschützen überrascht, als beim Schützenfest dieses Jahres, welches am 17. Juni gefeiert wurde, der Jungschütze Herbert Rüschhoff mit weißer Schützenhose mitmarschierte.

Dieses war bisher nur den Offizieren vorbehalten. Sollte somit ein Jungschütze ein Stück Geschichte geschrieben haben - denn ab dem Schützenfest 1952 marschierten dann alle Schützen mit weißer Hose-

Aber zurück zum Schützenfest. Erstmals wurde in diesem Jahr auf den Hampelmann geschossen und

Helmuth Bäumer

vom Lippweg war es, der sich mit einem gezielten Schuss die Würde des Hampelmannskönigs sichern konnte.


1952

In diesem Jahr änderte sich bei den Jungschützen fast gar nichts. Die einzige Änderung zum Vorjahr bestand darin, dass die Stärke der Jungschützen nun mehr schon auf 25 Jungschützen angewachsen war.

Auch wurde es immer schwerer, sich beim Schützenfest die Würde eines Hampelmannskönigs zu sichern.

In diesem Jahr war es

Rudolf Riekötter

von der Heddigermarkstr.


1953

Das Jahr 1953 begann für die Jungschützen dann sehr glanzvoll. So waren sie es, die auf dem alljährlich stattfindenden Karnevalskränzchen der Schützengilde, welches am 31. Jan. im Saal C.B. Schrulle stattfand, das Lied der Schützengilde zum ersten mal in der Öffentlichkeit vortragen (singen) durften. Dieses vom Obersten Willi Nagel gedichtete und komponierte Lied soll auch weiterhin als Vereinslied gesungen werden. Noch vor dem Schützenfest wurde dann beschlossen, dass die Jungschützenkompanie nicht nur durch einen Hauptmann (Heinz Großecosmann jun.) sondern auch durch einen Feldwebel angeführt werden solle. Auf einer Versammlung wurde sodann dieser Vorschlag in die Tat umgesetzt und Fritz Pöpsel zum ersten Adjutanten gewählt.

Hampelmannskönig dieses Jahres war

Rudolf Heese.


1954

In diesem Jahr ging dann alles seinen gewohnten Gang. Neuerungen wurden in den Reihen der Jungschützen nicht eingeführt. Beim Schützenfest war es er Jungschütze

Ewald Wesemann,

der sich die Hampelmannskönigswürde sichern konnte.


1955

Beim Schützenfest dieses Jahres gab es dann eine Überraschung.

Helmuth Bäumer,

bereits im Jahre 1951 Hampelmannskönig, sicherte sich erneut die Königswürde und ging somit als Hampelmannskaiser in die Annalen ein.

Zu erwähnen sei noch von diesem Jahr, dass genau seit dem 04. November 1955 auch Jungschützenversammlungen durchgeführt wurden. Die 1. Versammlung dieser Art fand dann bei C.B. Schrulle statt.


1956

Dieses Jahr brachte dann einige Änderungen in die Reihen der Jungschützen. So wurde noch vor dem Schützenfest ein neuer Hauptmann gewählt. Heinz Großecosmann jun. hatte seinen Posten auf der letzten Generalversammlung zur Verfügung gestellt. Auf einer außerordentlichen Versammlung, die am 09. Mai durchgeführt wurde, wurde der Jungschütze Josef Brockmeyer zum neuen Hauptmann gewählt, wobei Adjutant und Feldwebel Fritz Pöpsel in seinem Amt bestätigt wurde.

Auf der nächsten Versammlung, die am 18. Mai durchgeführt wurde, wurde beschlossen, dass von nun an die Jungschützen an ihren Schützenhosen grüne Biese anzubringen hätten. Somit konnte man die Jungschützen auch äußerlich sofort erkennen. Diese grünen Biesen sollten von nun an als äußeres Zeichen getragen werden.

Die nächste Neuerung wurde dann beim Schützenfest ersichtlich. Erstmals wurde dem Hampelmannskönig eine Königin zur Seite gestellt.

Das Hampelmannskönigspaar dieses Jahres hieß

Erich Lange mit Margot Knepper


1957

Nach diesem erfolgreichen Jahr war es dann im Jahre 1957 um so ruhiger.

Als Hampelmannskönigspaar regierten in diesem Jahr

Hubert Heickmann mit Maria Heese


1958

Auch vom Jahre 1958 ist nicht all zu viel zu berichten. Bei den Offizieren blieb alles beim alten und dann wurde wieder Schützenfest gefeiert. Das Hampelmannskönigspaar dieses Jahres hieß

Werner Lettmann mit Lotti Schulz.


1959

In diesem Jahr feierte der Hauptverein sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurden einige Offiziere für ihre Verdienste für den Verein befördert. Dieses traf auch für den bisherigen Feldwebel Fritz Pöpsel zu, der zum Leutnant befördert wurde.

Der amtierende Hauptmann der Jungschützen (Josef Brockmeyer) konnte sich in seiner Amtszeit wenig (kaum) für die Belange der Jungschützen einsetzen, da er vom Gesamtverein auch für andere Belange (zum Beispiel als Fahnenträger) eingesetzt wurde. So wurde also bereits zu diesem Zeitpunkt die Jungschützenkompanie mehr oder weniger vom Stellvertreter, nämlich von Fritz Pöpsel, geleitet. Dieses wurde durch seine Beförderung zum Leutnant auch vomSchützenverein anerkannt.

In diesem Jubiläumsjahr des Schützenvereines hieß das Hampelmannskönigspaar

Gerhard Heickmann jun. mit Monika Schulte.

Die Geschichte der Jungschützenkompanie